Goethes Gartenhaus; Foto: https://www.thueringen.info
Weimar als deutscher Erinnerungsort

Termin: 7.–10. September 2026

Leitung: Prof. Dr. Jürgen Müller

Teilnehmer*innen: Studierende der Goethe-Universität und Externe

Die Exkursion wurde gefördert von:

Historiae faveo. Förder- und Alumniverein der Geschichtswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

 

 

 

Die ehemalige thüringische Residenzstadt Weimar spielt in der historischen Erinnerungskultur eine besondere Rolle. Hier entfaltete sich am Ende des 18. Jahrhunderts die sogenannte deutsche Klassik, eine Periode herausragender literarischer, philosophischer und künstlerischer Leistungen, verkörpert in den Personen von Goethe, Schiller, Herder und anderen. In politischer Hinsicht gehörte das Großherzogtum Weimar im 19. Jahrhundert zu den liberalsten deutschen Staaten, zugleich war es ein Ort, an dem eine sehr intensive Kulturförderung stattfand. Den Höhepunkt seiner politischen Bedeutung erlangte Weimar in den 1920er Jahren als der Ort, an dem nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des preußisch-deutschen Obrigkeitsstaates eine demokratisch gewählte Nationalversammlung zusammentrat und Deutschland eine freiheitliche Verfassung gab. Die „Weimarer Republik“ ist bis heute ein zentraler Bezugspunkt für die politische Orientierung in Deutschland geblieben, gerade auch im Hinblick auf die Ursachen ihres Scheiterns. Eine Folge dieses Scheiterns war das Nazi-Regime, das in unmittelbarer Nähe der Stadt eine Stätte des Grauens errichtete, die sich ebenfalls mit dem Namen von Weimar verbindet: das KZ Buchenwald.

An der Exkursion nahmen 12 Personen teil. Besucht wurden folgende Einrichtungen:

  • Haus der Weimarer Republik
  • Goethes Wohnhaus
  • Herzogin Anna Amalia-Bibliothek
  • Ilmpark mit Goethes Gartenhaus
  • Schillers Wohnhaus und Schillermuseum
  • Schloss Tiefurt mit Park
  • Gedenkstätte Buchenwald