Seminar:

Der Kampf gegen die Sklaverei im 18. und 19. Jahrhundert

Das Seminar befasst sich mit verschiedenen Formen des Kampfes gegen die Sklaverei in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent.  Neben der Abolitionismusbewegung, die sich auf religiöse, philosophische und politische Argumente stützte, werden auch die juristischen, politischen und gewaltsamen Mittel untersucht, die von Einzelnen, Gruppen oder politischen Organisationen angewandt wurden, um Menschen aus der Sklaverei zu befreien bzw. die Institution Sklaverei insgesamt zu beseitigen. Für das Seminar wird ein analoger Reader mit Quellentexten bereitgestellt, der die Grundlage für die Arbeit im Seminar bildet. Zu den einzelnen Seminarthemen sollen die Studierenden Kurzreferate erstellen, die Grundlagenwissen bereitstellen und Anstöße zur Diskussion bieten.

Semesterprogramm:
25. Oktober 2018 Einführung, Organisatorisches, Verteilung Referate, Hausarbeiten
1. November 2018 Was ist Sklaverei: Definitionen und Erscheinungsformen / Folien: Was ist Sklaverei
8. November 2018 Die Kritik der Aufklärungsphilosophen an der Sklaverei (Reader Nr. 1-3) / Folie: Was ist Aufklärung
15. November 2018 Die theologisch motivierte Kritik an der Sklaverei (Reader Nr. 4-6)
22. November 2018 keine Sitzung
29. November 2018 „Freedom Suits“ in den nordamerikanischen Kolonien und der frühen USA (Reader Nr. 7)
6. Dezember 2018 Die Debatte über die Abschaffung der Sklaverei während der Französischen Revolution (Reader Nr. 8)
13. Dezember 2018 Sklavenaufstände (Reader Nr. 9-11)
20. Dezember 2018 Die haitianische Revolution
10. Januar 2019 Die Abolition in Großbritannien
17. Januar 2019 Die Beendigung der Sklaverei in Frankreich und den französischen Kolonien
24. Januar 2019 Die „Underground Railroad“, Lektüre: Colson Whitehead, Underground Railroad (2017) / Das Ende der Sklaverei in den USA (Reader Nr. 14-16)
31. Januar 2019 Das Ende der Sklaverei in Brasilien
7. Februar 2019 Klausur
14. Februar 2019 Der aktuelle Kampf gegen den Menschenhandel: Das interkulturelle Beratungszentrum „Frauenrecht ist Menschenrecht“ in Frankfurt, Referentin: Gabi Schmitt (FIM)

16 Gedanken zu „Lehrveranstaltung Wintersemester 2018/19

  • 1. November 2018 um 14:59
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    Die Sklaverei hatte in Form unfreier Arbeit bereits in vielen verschiedenen Epochen und Regionen Bestand. Im Römischen Reich wurden beispielsweise bereits Kriegsgefangene versklavt; auch Kinder von Sklaven galten als Sklaven. Die gezielte Deportation war stark verbreitet und wurde nicht in Frage gestellt. Sklaven galten dabei rechtlich nicht als Personen, sondern als Sachen. Die absolute Zahl der Sklaven, die u.a. einfache handwerkliche Tätigkeiten ausübten, war jedoch im Vergleich zum transatlantischen Sklavenhandel, welcher im 16. Jahrhundert einsetzte, gering.

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  • 1. November 2018 um 13:39
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    Nach meinem Verständnis bezeichnet Sklaverei den Zustand eines Individuums, in dem es Eigentum von einer anderen Person ist. Das heißt, ein Sklave gehört zu einem Herrn und er ist nicht frei, seinen eigenen Willen zu erfüllen, sondern er muss seinem Besitzer gehorchen. In diesem Zustand besitzt ein Sklave kaum oder gar keine Rechte, und ein Sklavenbesitzer hat das Recht mit dem Sklaven alles zu tun, was er wünscht.

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  • 31. Oktober 2018 um 22:32
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    Das wichtigste Element der Sklaverei ist zunächst die (meist) physische Ausbeutung eines Menschen. Es ist ein Zustand, in den eine Person mittels Gewalt versetzt werden kann und in dem jene Person durch Gewalt gehalten wird. Dieser Zustand bedeutet, dass die Person (der Sklave) nicht frei über sich selbst entscheiden kann, sondern dass diese Person sich im Besitz einer anderen Person, des Sklavenhalters, befindet. Man wird also sozusagen von einem Menschen zu einem Gegenstand herabgestuft.

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  • 31. Oktober 2018 um 22:31
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    Sklaverei ist ein gewaltsames und ausbeuterisches System, das sich durch die Dehumanisierung von Menschen kennzeichnet. Versklavte werden durch Gewalt zum Besitz einer privilegierten Gruppe gemacht und müssen für diese unbezahlt und unter widrigen Bedingungen Arbeit leisten. Sklaverei wird immer auch ideologisch legitimiert. Sklaverei wird durch Gewalt, Folter und Demütigung aufrechterhalten und steht im starken Zusammenhang mit Rassismus und Sexismus.

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  • 31. Oktober 2018 um 17:19
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    Unter Sklaverei versteht man die gewaltsame Unterdrückung und die Beraubung der Freiheit von einzelnen Personen bis hin zu ganzen Bevölkerungsgruppen. Eine versklavte Person wird dabei zu einem Wertgegenstand degradiert, was meist mit dem Entzug von grundlegenden Rechten einhergeht. So ist es einer versklavten Person nicht möglich, frei über das eigene Tun und Handeln zu entscheiden, da sie dazu gezwungen wird, den Befehlen ihres Herrn Folge zu leisten. Der Zustand der Versklavung kann hierbei über mehrere Jahrzehnte anhalten oder sogar ein ganzes Leben lang Bestand haben. Da Sklaven in den Augen ihrer Unterdrücker als Ware gesehen werden, wird bis heute mit versklavten Menschen gehandelt. Die Sklaverei war lange Zeit in vielen Ländern der Welt durch Gesetze legitimiert.

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  • 31. Oktober 2018 um 13:12
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    Ein Sklave ist eine Person, der sämtliche Rechte der Freizügigkeit abgesprochen wurden. Ein Sklave ist der Willkür seines Besitzers ausgesetzt, der den Sklaven, meist zur Zwangsarbeit oder ähnlichen Diensten, nach Belieben einsetzen und benutzen kann. Durch den Status als Unfreier kann der Sklave, ähnlich wie eine Ware, verkauft werden; ihm wird dadurch der Status als Mensch abgesprochen und er gilt als Gegenstand, der mit einem (Geld)wert aufgemessen werden kann.

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  • 31. Oktober 2018 um 13:02
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    Unter Sklaverei versteht man den Zwang zum unfreien Leben. Der Versklavte besitzt keine eigenen Rechte oder Freiheiten und ist von seinem Besitzer abhängig. Dieser besitzt die komplette Verfügungsgewalt über den Versklavten. Die Sklaverei geht oft mit Rassismus einher. Sklaverei geht oft einher mit Arbeitspflicht unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Sklaverei ist ein Phänomen, welches seit der Antike besteht und noch heute, meist im Verborgenen, vorhanden ist. Je nach Jahrhundert unterscheidet sich die genaue Definition der Sklaverei. Unter dem Begriff der „moderner Sklaverei“ fällt nicht nur das Ausbeuten von Menschen, sondern auch von Tieren.

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  • 31. Oktober 2018 um 0:08
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    Der Begriff „Sklaverei“ beschreibt einen Zustand, in den Menschen unfreiwillig und gewaltsam versetzt werden. Dahinter steht häufig die Behauptung, „Sklaven“ seien weniger wert als „Nicht-Sklaven“. Dementsprechend verfügen Sklaven über keine oder zumindest weniger Rechte als „Nicht-Sklaven“, unter anderem dadurch werden sie gezwungen, im Zustand der Versklavung zu verbleiben. Diese Menschen werden dabei „versachlicht“ und als Besitz betrachtet und sind faktisch nicht frei.

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  • 30. Oktober 2018 um 19:12
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    Der Begriff „Sklaverei“ drückt einen Zustand aus, in welchen Menschen aktiv hineinversetzt werden. Wer sich in Sklaverei befindet wird dazu gezwungen, Befehle seines Sklavenhalters auszuführen. In Sklaverei befinden sich Menschen gegen ihren Willen. Sie haben keinen Anspruch auf eigene Bedürfnisse und Rechte.

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  • 30. Oktober 2018 um 19:11
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    Sklaverei beschreibt den Zustand, dass Menschen für andere Besitz darstellen. Sklaven sind unfrei und ohne Rechte. Die Sklaven sind Eigentum für ihre Besitzer und vergleichbar mit materiellem Besitz. Die Sklavenhalter können mit ihren Sklaven – analog zu materiellen Gütern handeln, sie verschenken, verleihen etc. Oftmals wurde der Status als Sklave vererbt, d.h. die Nachfolger von Sklaven waren ebenfalls unfrei. Das Recht Sklaven zu besitzen war oftmals in staatlichen Gesetzen verankert und Teil der Gesellschaftsstruktur.

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  • 30. Oktober 2018 um 11:11
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    Sklaverei: Der vorherrschende Umstand, dass ein menschliches Individuum von seiner sozialen Umgebung juristisch, wie auch gesellschaftlich derart degradiert wird, dass es faktisch als Ware behandelt wird und dessen Besitzrecht ein weiteres Individuum käuflich erwerben, mieten, leihen oder als Geschenk erhalten kann. Sklaverei kann ganz öffentlich als staatlich unterstützte, juristisch geschützte Institution vollzogen werden oder sich verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit abspielen.

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  • 30. Oktober 2018 um 10:48
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    Sklaverei bezeichnet ein ungleiches Verhältnis zwischen Versklavtem und Versklavendem. Der Zustand des Versklavten kann als unfrei bezeichnet werden, er verfügt über keine Rechte, sondern wird als Objekt betrachtet. Weiterhin wird seine Arbeitskraft ausgebeutet und er wird für seine Dienste nicht entlohnt. Aufstiegsmöglichkeiten, sowie Möglichkeiten sich diesem Verhältnis zu entziehen gibt für den Versklavten kaum.
    In der Regel erfolgt die Versklavung durch Gewalt aufgrund von Gefangenschaften oder wirtschaftlichen Nöten, wobei generell eine Notlage des Sklaven ausgenutzt wird.

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  • 28. Oktober 2018 um 8:37
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    Definitionsversuch: „Was ist Sklaverei?“ – Aus der Perspektive des Sklaven

    Ein Mensch – niedrige gesell. Position oder kriegsgefangen- wird ab der Versklavung seiner Kultur beraubt, entmenschlicht und als (Rechts-)objekt in das Wirtschaftssystem eingegliedert. Durch Erwerb des Herrn, der nur wegen pol. und gesell. Duldung eine*n Versklavten halten darf, wird er in ein kulturell differenziertes und rückständiges Systemgefüge aufgenommen, in welchem es Aufstieg geben kann, das sich jedoch immer durch die bedingenden Gewaltelemente der Unfreiheit, Arbeit, Diskriminierung und Auslöschung auszeichnet und zu einer stetigen Verschlechterung der Situation des Sklaven führen kann.

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  • 26. Oktober 2018 um 16:21
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    Sklaverei: systematische, vorübergehende oder lebenslange, Freiheitsberaubung von Unfreien zum Zwecke der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft. Im Laufe der Geschichte wären dabei die folgenden, wiederkehrenden Komponenten Teil meiner Definition: 1. Die Systematik des Prozesses; 2. Die Ausbeutung der Arbeitskraft für materielle und nicht materielle Zwecke; 3. Der Zustand des Unfreien als Eigentum eines anderen; 4. Duldung von Sklaverei als selbstverständliche Existenzbedingung vieler Menschen.

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  • 26. Oktober 2018 um 16:18
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    Die Institution Sklaverei ist untrennbar mit dem Zustand persönlicher Unfreiheit verbunden. Jede*r Versklavte ist unfrei, dennoch ist nicht jede*r Unfreie versklavt. Niemand würde schließlich eine Gefängnisinsass*in als Sklav*in bezeichnen. Ein zentrales Prinzip der Sklaverei ist zudem die ökonomische Ausbeutung der Versklavten. Aber auch eine Zwangsarbeiter*in ist im strengen Sinne noch nicht versklavt, da sie/er sich noch eine gewisse Autonomie hinsichtlich des eigenen Körpers bewahren kann: sie/er kann im Zustand der bloßen Zwangsarbeit nicht verkauft werden, sie/er gehört noch sich selbst. Eben dies ist der neuralgische Punkt, der ihn von anderen Zwangsverhältnissen unterscheidet: die Monetarisierbarkeit des menschlichen Körpers. Der Zustand der Versklavung bedeutet den Verlust sämtlicher Autonomie, sie ist radikale Entmenschlichung und Objektivierung. Sklaverei ist absolute Unfreiheit.

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  • 26. Oktober 2018 um 16:17
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    Die Sklaverei ist ein System, in dem Menschen unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis von anderen Personen geraten. Dabei verfügen die Versklavten über keine/kaum Rechte zur Selbstbestimmung. Diese Rechtsdisparität kann in der Willkür der mit mehr Rechten ausgestatteten Seite wider der schwächeren Seite resultieren, welche keine/kaum Rechte besitzt, sich gegen diese Willkür zu erwehren oder Kompensation einzufordern. Es handelt es sich nur dann um Sklaverei, wenn diese durch den Staat o.ä. juristisch/staatsvertraglich sanktioniert wurde. Wirtschaftliche Ausbeutung tritt in Sklavereisystemen oft auf, ist aber keine hinreichende Eigenschaft der Sklaverei.

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