Seminar: Weimar als deutscher Erinnerungsort

Die ehemalige thüringische Residenzstadt Weimar spielt im historischen Bewusstsein eine besondere Rolle als Ort bedeutender kultureller und politischer Ereignisse und Entwicklungen. In Weimar entfaltete sich am Ende des 18. Jahrhunderts die sogenannte deutsche Klassik, eine Periode herausragender literarischer, philosophischer und künstlerischer Leistungen, verkörpert in den Personen von Goethe, Schiller, Herder und anderen. In politischer Hinsicht gehörte das Großherzogtum Weimar im 19. Jahrhundert zu den liberalsten deutschen Staaten, der sich durch eine intensive Kulturpolitik hervortat. Den Höhepunkt seiner politischen Bedeutung erlangte Weimar dann in den 1920er Jahren als der Ort, an dem die demokratisch gewählte Nationalversammlung zusammentrat und Deutschland eine freiheitliche Verfassung gab. Die „Weimarer Republik“ ist bis heute ein zentraler Bezugspunkt für die politische Orientierung in Deutschland geblieben, gerade auch im Hinblick auf die Ursachen ihres Scheiterns. Eine Folge dieses Scheiterns war das Nazi-Regime, das in unmittelbarer Nähe der Stadt eine Stätte des Grauens errichtete, die sich ebenfalls mit dem Namen von Weimar verbindet: das KZ Buchenwald. Das Seminar widmet sich diesen verschiedenen Aspekten und den Bedeutungen Weimars für die deutsche Geschichte der letzten zweieinhalb Jahrhunderte.

Die Lehrveranstaltung findet nicht in Präsenz, sondern ausschließlich online statt. Interessierte Studierende werden gebeten, sich per E-Mail direkt beim Dozenten anzumelden.

Beginn: 22.04.2021, 16.15 Uhr

Letzte Sitzung: 15.07.2021, 16.15 Uhr

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